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Auf Sonne und Holz setzen statt über hohe Energiepreise ärgern |
 Solarzellen auf dem Dach decken bis 60 Prozent des Wärmebedarfs (Foto: pixelquelle.de). Umrüstung auf regenerative Energien jetzt planen, im Frühjahr starten und im Winter sparen
Strenge Winter und die Verteuerung von Heizöl (+32% in 2005) und Gas (+20%) treiben die Energiekosten in die Höhe. Dabei lässt sich mit Sonnenenergie ein Fünftel des gesamten Energieverbrauches decken. Um sich komplett von Öl und Gas zu lösen, empfiehlt der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) Bayern, auf Holz zu setzen. Wer jetzt eine Umrüstung plant, kann schon im kommenden Winter günstig und umweltfreundlich heizen und duschen.
Optimale Solarunterstützung ist möglich, wenn das Dach nach Süd, Südwest oder Südost ausgerichtet und zu 30 bis 50 Grad geneigt ist. Kollektoren können auch auf einem Garagendach oder im Garten aufgestellt werden. Umrüster benötigen in Bayern bei bis zu neun Quadratmetern Kollektorfläche keine Baugenehmigung, darüber hinaus ist der Weg zum Amt nur bei einer frei aufgestellten Anlage nötig. Soll nicht nur das Warmwasser, sondern auch die Heizung solarunterstützt laufen, empfiehlt der SHK Bayern für einen Vier-Personen-Haushalt mindestens zehn Quadratmeter Kollektorfläche, der Warmwasserspeicher sollte etwa 700 bis 800 Liter fassen. Der Einbau dauert in der Regel ein bis zwei Tage. Wird die Umrüstung mit einer fälligen Modernisierung von Dach, Kessel oder Heizungsrohren verbunden, lässt sich viel Geld sparen. Einen individuellen Kostenvoranschlag erhalten Interessierte bei einem der Innungsfachbetriebe in Bayern, den sie unter www.haustechnik-bayern.de finden. Pellets oder Scheitholz statt Öl oder Gas Im Sommer kann der komplette Heizungs- und Warmwasserbedarf über eine Solaranlage gedeckt werden, aber im Winter geht ohne eine zusätzliche Energiequelle nichts. Modernisierer, die auf Holz setzen, sind unabhängig von der Preisentwicklung auf dem Öl- und Gasmarkt. Sie haben die Wahl zwischen Scheitholz- und Pelletkesseln. Pellets sind gepresste Stäbchen aus Holzabfällen, die automatisch zum Kessel transportiert werden – lästiges Ein- und Nachfeuern entfällt. Bei aktuellen Preisen liegt das Sparpotenzial im Vergleich zu Heizöl bei etwa einem Viertel. Gewöhnliches Brennholz ist vor allem in waldreichen Regionen günstig zu haben. „Für diejenigen, die auch gern mal zu Säge und Axt greifen, gibt es neuerdings Kombinationsgeräte für Pellets und Scheitholz“, empfiehlt Landesinnungsmeister Werner Obermeier. „So kann jederzeit zwischen der billigen und der bequemen Variante gewechselt werden.“
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