Rund ums Sparen
Energie sparen
Energiespar-Tipp: Energieverlusten nicht Tür und Tor öffnen | Energiespar-Tipp: Energieverlusten nicht Tür und Tor öffnen |
Energiespar-Tipp: Energieverlusten nicht Tür und Tor öffnenDie beste energetische Modernisierung ist unvollendet, wenn die Haustür und der oftmals integrierte Briefkasten ungedämmt bleiben. Durch die Schwachstelle in der Gebäudehülle geht Wärme verloren, und damit wird Heizenergie verschwendet. Hauseigentümer sollten deshalb bei ihrem Gesamtkonzept die Eingangstür nicht vergessen. Hans Müller hat sein Haus frisch energetisch modernisiert. Dach und Fassade haben eine gute Dämmung bekommen, die Heizung wurde ausgetauscht und auch die Fenster entsprechen modernsten Standards. Die schöne alte Eingangstür hat Hans Müller behalten, ebenso das seitliche Element mit dem praktischen Schlitz für den Briefkasten. Schade, denn durch diese zieht es immer noch wie Hechtsuppe. "Während bei Neubauten moderne, energiesparende Außentüren heute Standard sind, weisen die Eingangstüren bei älteren Häusern oft erhebliche Defizite in punkto Wärmedämmung auf", weiß Rolf-Peter Weule, Energie-Fachberater im Baustoff-Fachhandel aus Calw. "Bei Modernisierungen ist es daher ratsam, die Haustür nicht nur wegen des schöneren Bildes, sondern auch aus funktionalen Gründen zu erneuern." Haustür als Baustein des Gesamt-Konzepts Die Haustür ist die Visitenkarte eines Hauses und eines der Fassadenelemente, mit dem sich am besten individuelle Akzente setzen lassen. Entsprechend groß ist die Auswahl an Gestaltungsvarianten und Produkten. Beim Kauf sollte allerdings nicht allein das Design ausschlaggebend sein. "Wärmedämmung und Fugendichtung sind bei Außentüren ebenfalls von großer Bedeutung. Bei der Abdichtung kommt es vor allem darauf an, Wärmebrücken zu vermeiden", erklärt Weule. Türen mit Einfachverglasung ohne Dämmung und Türdichtung gehören deshalb dringend ausgetauscht. Haustüren müssen mindestens die Anforderungen der Energie-Einsparverordnung (EnEV) erfüllen. Sie sieht für Türflächen einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von maximal 2,9 W/m²K vor. Der U-Wert muss vom Anbieter deklariert werden. "Besonders wärmegedämmte Haustüren mit entsprechend gedämmten Rahmen können U-Werte von 0,7 bis 0,8 W/m²K erreichen", erläutert Rolf-Peter Weule. Mit einem U-Wert über 2,0 W/m²K sollte sich heute kein Hausbesitzer mehr zufrieden geben. Schutz auch vor Hitze Ungedämmte Türen sorgen übrigens nicht nur bei Kälte für Verdruss. "Da ein Haus durch technisch ausgereifte Materialien so gedämmt werden kann, dass eine Klimaanlage überflüssig ist, spielt zunehmend der Schutz vor Hitze eine Rolle. Auch hier wirkt sich eine schlecht gedämmt Haustür, durch die Wärme nach innen dringt, negativ aus", so Weule. Neben der Wärmedämmwirkung muss auf eine hohe und dauerhafte Luftdichtheit der Haustür geachtet werden. Außentüren sollten an allen vier Seiten des Türblatts wenigstens zwei (innen und außen) umlaufende Dichtungen haben sowie leicht und weit nachjustierbare Beschläge. Um Schutz vor ungebetenen Gästen zu bieten, müssen Außentüren schließlich unbedingt einen gewissen Sicherheitsstandard aufweisen. Zahlreiche Türvarianten sowie fachkundigen Rat finden Hausbesitzer vielen Ausstellungen des örtlichen Baustoff-Fachhandels. Darüber hinaus hält auch das Ratgeberportal www.energie-fachberater.de eine Vielzahl aktuelle Informationen rund um das Thema "Energie sparen" bereit. |
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