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Rechtzeitig Heizöl bestellen oder auf Januar spekulieren
ImageIn Deutschland verlieren die Heizölpreise weiter an Boden. Für eine 3000-Liter-Lieferung Heizöl sind im Bundesdurchschnitt "nur" noch rund 55 Cent/Liter inklusive MwSt zu berappen. Im Sommer, wo immer noch zahlreiche Verbraucher die tiefsten Preise vermuten, war der Liter Heizöl bis zu 10 Cent teurer als heute. 

Angesichts der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhnung zum Jahreswechsel sollten Eigenheimbesitzer also durchaus über einen Kauf nachdenken. Aber auch im Januar und Februar 2007 muss ein Heizölkauf nicht teuerer sein. Eine weiterhin günstige Entwicklung der Weltmarktpreise könnte die Steuererhöhung mehr als kompensieren und in den Vorjahren haben wir auf dem Höhepunkt der Kältewelle häufig die günstigsten Heizölpreise gesehen. Wer noch in diesem Jahr Heizöl bestellt sollte dies in jedem Fall rechtzeitig tun. Kurz vor dem Jahreswechsel ist mit zahlreichen Last-Minute-Käufen zu rechnen, die die Lieferfristen sprunghaft steigen lassen. Verzögert sich die Lieferung über den Jahreswechsel hinaus, so ist der Heizölhändler gezwungen, den höheren Steuersatz zu berechnen. Der Bestellzeitpunkt ist für den Gesetzgeber leider unerheblich.

Besonders günstig ist Heizöl zumeist über das Internet erhältlich. Als unabhängiges Verbraucherportal veröffentlicht www.heizoel24.de täglich aktuelle Heizölpreise für ganz Deutschland und bietet ein praktisches Bestellsystem.

Das günstige Einkaufsumfeld für Heizöl ist unmittelbar auf die Preisentwicklung am Weltmarkt zurückzuführen. Der Rohölpreis ist an den internationalen Terminbörsen in New York und London erneut kräftig unter Druck geraten und unter die Marke von 59 Dollar je Barrel gefallen. Nachdem noch in der letzten Woche einiges danach aus sah, als hätte der im September begonnene Abwärtstrend ein vorläufiges Ende gefunden strebt der Markt augenscheinlich weiter nach unten. Da in letzter Zeit relativ wenig relevante Meldungen am Markt kursieren beruhen die aktuellen Kursbewegungen verstärkt auf den Zukunftserwartungen der Marktteilnehmer. Gemessen an den mittelfristigen Aussichten für die weltweite Versorgungslage sind diese gar nicht mal so schlecht. Zahlreiche Erdölgesellschaften melden nicht nur Rekordgewinne, sondern auch die Entdeckung neuer Ölquellen, die in den kommenden Jahren nutzbar gemacht werden sollen. Der hohe Ölpreis hatte für verstärkte Forschungsaktivitäten gesorgt, die jetzt erste Früchte tragen. Von plötzlich auftretenden Störungen durch weltpolitische Unwägbarkeiten abgesehen könnte der Ölpreis also weiter sinken. Glaubt man den einschlägigen Analystenkommentaren zum Ölmarkt, so sorgt man sich derzeit mehr um die weitere Wetterentwicklung in den USA und die wöchentlichen US-Lagerbestände, als um die Atompolitik des Iran und Rebellenangriffe auf Förderstätten in Nigeria, die in den vergangenen Monaten für Rekordpreise sorgten. Auch die aktuelle Förderpolitik der OPEC wird immer wieder gern genommen, um die täglichen Kurschwankungen zu begründen. Die Androhung von Produktionseinschränkungen erwies sich aber zuletzt als wenig nachhaltige Preisstütze.

 
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